Bei Rosebank, der wohl bekanntesten Lost Distillery der schottischen Lowlands, ist der Name Programm.  Benannt wurde die Destillerie nach den wunderschönen Rosen, die die Uferböschungen des Forth-Clyde-Kanals in der Nähe von Falkirk und in direkter Nähe zur Destillerie im Jahre 1798 zierten. Nachdem Rosebank im Jahre 1987 an United Destillers verkauft wurde, fiel diese Perle nur 6 Jahre später Rationalisierungsmaßnahmen zum Opfer und wurde zur „Lost Distillery“. Die wenigen noch am Markt erhältlichen Abfüllungen von Rosebank genießen sowohl bei Sammlern als besonders auch bei Genießern Kultstatus – die in den Lowlands typische dreifache Destillation verlieh dem Whisky eine einzigartige Geschmacksnote.

Vor Kurzem wurde bekannt das die Ian McLeod-Gruppe ein Finanzierungspaket über 80 Millionen Pfund geschnürt hat um u.a. die Lost Distillery Rosebank zu neuem Leben zu erwecken. Bereits im Jahr 2002 gab es die Überlegungen Rosebank wiederzubeleben – Dies scheiterte letztendlich an der Aufbringung der dafür benötigten 2.000.000 Pfund Sterling. Bedenkt man nun, dass zwischen den beiden Ideen gerade einmal 15 Jahre liegen und um welchen Faktor der Finanzierungsbedarf in derselben Zeit gesteigen ist, wird einem allein mit diesen Zahlen die phänomenale Entwicklung der Whiskybranche im letzten Jahren vor Augen geführt.

Obwohl es bis zur ersten Produktion und zur Abfüllung des ersten „neuen“ Rosebank Single Malts sicher noch einige Jahre ins Land schreiten werden, darf man sicherlich schon jetzt die Entwicklung voller Vorfreude verfolgen, sind doch gerade die Destillerien in den schottischen Lowlands im Vergleich zur Konkurrenz aus der Speyside oder den Highlands eher eine Seltenheit geworden.

 

Quelle: The WhiskyWiki, Bild: pixabay.com/de