Ein sehr erfolgreiches Release des Jahres 2016 war die 16-jährige Local Barley-Abfüllung der in Campbeltown beiheimateten Springbank Destillerie. Die Nachfrage war sehr groß und der Single Malt erfreute sowohl Sammler als auch Genießer. Binnen kürzester Zeit waren die Regale leer und die Preise schossen deutlich über den Releasepreis nach oben

Umso mehr erwartete die Whiskygemeinde die Nachfolgerabfüllung, den Springbank Local Barley 11y, abgefüllt im Jahre 2006, hergestellt aus Bere Barley. Insgesamt 9.000 Flaschen weltweit – genau soviel wie beim Vorgänger – sollen den Weg an Whiskymarkt finden. Der Releasepreis wurde bei Preisen zwischen 100 und 110 Euro gesehen.

In den letzten Tagen war der neue Springbank nun in den ersten Shops erhältlich und die Story scheint sich zu wiederholen. Binnen kürzester Zeit sind bzw. waren die Flaschen vergriffen und die Preise am Sekundärmarkt schnellen auf zum Teil das doppelte des Ausgabepreises in die Höhe – der Springbank-Hype nimmt seinen Lauf!

Immer öfter kann man einen ähnlichen Preisverlauf bei begehrten Neuerscheinungen feststellen und dennoch bleibt zu konstatieren, dass sich solche Abfüllungen nicht als langfristige Sachwertanlage für ein Sammlerportfolio eignen.

Denn nach dem Hype folgt oft die Flaute und die Preise bewegen sich kaum oder auf Grund der fehlenden Nachfrage auch deutlich wieder zurück und dem, der auf den schnellen Euro gehofft hat, drohen Verluste!

 

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