Originalabfüllung – nichts anderes kommt für ein Investment in Whisky in Frage. Diese These ist weit verbreitet und sehr oft im Netz lesen. Auch wir werden in unseren Gesprächen oft gefragt, ob Abfüllungen von unabhängigen Abfüllern überhaupt als Sammlerflasche taugen und ob man sich nicht lieber ausschließlich auf Originalabfüllungen konzentrieren sollte.

Wir sind der Meinung, dass in einer breit gestreuten Sammlung beide Themen ihren Platz verdient haben. Während Originalabfüllungen preislich meist deutlich teurer sind als die der unabhängigen Kollegen, gilt es gerade bei letzteren ganz genau hinzuschauen. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der unabhängigen Abfüllern extrem vergrößert. Oft bleibt diesen „Neueinsteigern“ im Markt der Zugriff auf erstklassige Fässer und Whisky verwehrt, so dass am Ende die Qualität der Abfüllungen und somit auch deren Eignung als Investment darunter leidet. Anders sieht es bei den großen Namen der Branche wie Signatory Vintage sowie Gordon&MacPhail aus. Beide Unternehmen verfügen mit über die größten Fasslager in denen unzählige verborgene Schätze schlummern.  In den 60er und 70er Jahren, der goldenen Zeit der Whiskyindustrie, war es durchaus üblich Flaschen von unabhängigen Unternehmen abfüllen zu lassen – genannt seien hier Destillerien wie Strathisla oder Linkwood, von denen es aus älteren Jahrgängen kaum Originalabfüllungen gibt.

Vergleicht man die Preisentwicklungen in den letzten 10 Jahren muss man feststellen, dass sich die Preise von Abfüllungen der „großen“ Unabhängigen fast genau so gut entwickelt haben wie die der Originalabfüllungen – bei deutlich besserer Verfügbarkeit, denn was ich habe ich von einer tollen Preisentwicklung wenn ich die Flasche nicht käuflich erwerben kann.

Gerade aktuell ist im Markt zu vernehmen dass in nächster Zeit hier wieder mit deutlichen Preissprüngen auf Seiten der unabhängigen Abfüllern gerechnet werden muss.

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